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Hier auf dieser Seite sehen Sie aktuelle Aufnahmen, frisch aus der Kamera.
So mir die Ergebnisse eines fotografischen Einsatzes oder eines konkreten Projekts einer Präsentation würdig erscheinen, stelle ich sie an dieser Stelle zeitnah ein.
Kranichfrühjahrstrast am Günzer See
Traditionsgemäß bin ich im letzten Märzdrittel an der Ostseeküste, um hier den Kranichzug zu fotografieren, so auch 2013. Doch in diesem Jahr ist alles anders, um nicht zu sagen ganz anders.
Der Winter hält sich noch lange in den März hinein und frischt mit eisigen Temperaturen und heftigen Schneefällen noch einmal richtig auf. Gerade an der Ostseeküste herrscht eiskalter Sturm aus Nordost und beschert zum offiziellen Frühlingsanfang eine Szenerie wie im tiefsten Winter. Diese Wetterkapriolen bringen den gewohnten Ablauf der Natur gehörig durcheinander. Zugvögel sind noch nicht wieder zurück, bzw. sogar wieder umgekehrt, auf der Flucht vor Eis und Schnee. Auch der Kranichzug gerät ins stocken. Nachdem Ende Februar/Anfang März viele Tiere aus Südeuropa zurück gekehrt sind, warten sie nun weiter im Landesinneren auf ein Ende des Nordostwinds und sind bisher erst in geringer Zahl an der Boddenküste eingetroffen. Vom 18. bis 21. März verbringe ich vier Tage in den Beobachtungshütten am Günzer See, wo sich die gerade einmal 50-70 Kraniche aufhalten, die sich bis in die Region vor gewagt haben, weil sie hier durch die Fütterung ein gutes Auskommen finden.
Montag, der 18.3., der erste Tag in der Hütte, ist wie in einer anderen Welt. Es liegt fast kein Schnee, über die Felder weht unbarmherzig eine steife Brise und führt zu einem extremen Sandsturm, genau im Bereich Günzer See. Man kann fast die Hand vor Augen nicht erkennen und weder Kraniche noch Fotograf sind motiviert. Und so endet der Tag mit völlig verstaubter Ausrüstung und so Ergebnislos wie noch nie zuvor an dieser Stelle.
In der Nacht zum 19.3. beginnt es zu schneien und die gestern noch trostlose Wiese im Sandsturm verwandelt sich in eine weiße Ebene. Somit steht einer der besten Hintergründe zur Verfügung, den man sich zum Fotografieren wünschen kann. Der Umstand, dass es nur wenige Kraniche sind macht sich positiv bemerkbar, so kann man auch einzelne Tiere oder Paare ablichten, ohne dass ständig andere Vögel davor oder dahinter den Bildaufbau zunichte machen. Rundherum folgen nun drei Tage mit hervorragenden Bedingungen und Ergebnissen, die ich mir schon lange gewünscht habe.
Trotz der winterlichen Temperaturen ereilen die Kraniche Frühlingsgefühle. Ständig vollführen sie Balztänze und gerade in den frühen Morgenstunden kommt es oft zu Paarungen.
Der beständige, kräftige Wind aus Nordost sorgt dafür, dass sämtliche Starts und Landungen der Kraniche, die wie bei allen Vögeln immer gegen den Wind stattfinden, in Richtung der Hütten erfolgen. Oft fliegen einzelne Tiere oder Paare zu einem Graben, um dort zu trinken und kehren nach kurzer Zeit wieder auf die Wiese zurück.Und das immer schön mit dem Gesicht zur Kamera.
Von dem Getreide, das vor Ort für die Kraniche ausgebracht wird, profitieren natürlich auch noch andere Arten. Durch das Angebot werden so auch viele weitere Vögel angelockt, die sich dort einfinden und das Motivspektrum bereichern.














































































































